DEVILS PLAYGROUND

CHAOTIC DUO

REMEMBER EVERYTHING

UNKNOWN PATHS

Alle Erinnerungen sind fort. Wir sind nur mehr Schatten unserer selbst in einem Land, das niemand von uns kennt. In dieser Welt beherrscht die Herrin alles. Nichts scheint ihren Hunger nach Unterhaltung stillen zu können. Nichts, außer uns. In diesem grausamen neuen Leben, spielt sie mit unseren Gedanken, mit unserer Vergangenheit. Denn die Herrin weiß alles und sie scheut sich nicht davor, es zur ihrer Unterhaltung gegen uns einzusetzen. Wie sollen wir unser Leben zurückbekommen? Wie nur können wir aus diesem Alptraum entkommen? Storyline

Wir machen euren Vierbeinern das Leben schwer! Hyera und Rha.
Indistinct ist ein etwas anderes Wolfs-Rollenspiel. Ihr benötigt bei uns nicht mehr als einen Namen und einige wichtige Charakterzüge, denn mehr weiß euer Wolf auch nicht. Wer euer Wolf ist, woher er kommt und was er erlebt hat, dies weiß nur die Herrin und in diesem Fall, die Spielleitung. Und genau dies ist einer der zentralen Spielpunkte bei Indistinct. Um euch als Spielern nicht einige Überraschungen vorweg zu nehmen, habt ihr bei uns nicht die Freiheit, euren Charakter komplett selbst zu gestalten. Stattdessen wächst euer Wissen mit ihm!
Tag 0: Endless Nightmare
Der Nebel ist nicht nur in die Köpfe eingedrungen. Wie eine undurchdringbare Wand verhüllt er die bewaldete Umgebung und macht es schwer, weiter als wenige Meter zu blicken. Die zahlreichen, nicht definierbaren Geräusche und Gerüche machen die Orientierung ebenfalls nicht unbedingt leichter. Dennoch drängt eine säuselnde Stimme in den Ohren zur Eile.

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You know nothing


Calean



Name
Calean
Alter
fünf Jahre
Geschlecht
männlich
Angst
Verlust
Geruch
Rauch
Groesse
84 cm



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Wald/Sumpf, nahe des Sees| Avan & Kevyesti (Hekate)




Es war ein langer Weg. Selbst zu zweit stellte die weiße Fähe eine so hohe Last dar, dass sie nur minimal vorran kamen. Immer wieder musste Calean das Fell loslassen, um zu verschnaufen. Wieso wachte sie nicht auf? Die Art, wie sie befördert wurde, war bestimmt alles andere als angenehm. Auch der dunkle Rüde, dessen Name er weiterhin nicht wusste, sah sichtlich erschöpft aus. Beide wurden zusehenst langsamer, wussten aber, dass sie sich eine Pause nicht leisten konnten. Zu groß war die Gefahr einer mangelnden Sicherheit. Und Calean hatte weniger Lust auf die lauten Lichtblitze. Da war ihm die Anstrengung weitaus lieber. Doch plötzlich färbte sich die Umgebung um die Wölfe herum in einem strahlenden weiß, fast schon schmerzhaft für die Augen und eine unsichbare Macht riss Calean abupt zurück. Erschrocken stolperte er zurück, bemüht das Gleichgewicht zu halten. Geschockt weiteten sich seine Augen, als ihm eine Stimme schmerzhaft seine Gedanken unterbrach und sein Blick glitt kurz zu dem Rüden, um zu prüfen, ob dieser sie auch gehört hatte. Dazu wurde dem Braunen aber keine Zeit gegeben, als die Weiße von einer fast schon pulsierenden Energie hochgehoben wurde. Calean versuchte verzweifelt das weiße Fell zu packen, drang aber nicht zu der Fähe durch. Diese wurde in der nächsten Sekunde nach vorne gerissen. Calean blinzelte, wie als würde er versuchen aus einem Traum zu entfliehen. Die Erkenntnis, dass es sich um die bittere Realität handelte, ließ ihn erzittern. Als die Fähe, getragen wie in einer durchsichtigen Blase, sich bewegte und der Rüde ihr folgte, machte Calean vorerst keine Anstalten es ihm gleich zu tun. Erst nach wenigen Sekunden, nachdem er seine Möglichkeiten abgewogen hatte, setzte auch er seine Beine in Bewegung. Der Anblick versetzte ihm weiterhin eine Gänsehaut, weswegen er den Blick senkte. Als ein neuer, fremder Geruch die sensible Nase des Braunen erreichte blieb er erneut stehen und bemerkte, wie Avan es ihm gleich tat. Ruhig, als könnte ihn nichts mehr schockieren, drehte er seinen Kopf in die Richtung des fremden Körpers. Ein ergrauter, etwas älterer Rüde blickte den Beiden unschlüssig entgegen und sah dabei genau so aus, wie Calean sich fühlte. Die Ungewissheit tat ihm weh, sein Kopf pochte. Kannte er den Wolf? Hatte er ihn schon einmal gesehen? Es war, als würde sich ein großes schwarzes Loch genau da auf tun, wo seine Erinnerungen lagen. Grimmig schüttelte er den Kopf auf die Frage des Dunklen, während sie schon wieder weiter liefen, gehetzt von der schwebenden Weißen, die verdächtig nahe kam, sobald sie stehen blieben. Wo sollte das bloß noch hinführen?

Es war still geworden, man hörte förmlich die Gedanken der Wölfe rattern. Ohne sich umzusehen wusste Calean, dass der Fremde Nummer zwei ihnen folgte. Calean blickte kurz zu dem Dunklen, Fremder Nummer eins, und beobachtete, wie auch er das gerade Erlebtes zu sortieren versuchte. Der Braune hatte schon aufgegeben. Er hatte keinen Plan und das hasste er. Dieses Unwissen fühlte sich so schrecklich an, dass er vermutlich gleich vor den nächsten Baum laufen würde, wäre er nicht in Begleitung. Nachdenklich reckte er seinen Kopf nach oben, wobei er bemüht war, seine Augen nicht auf die Fähe fallen zu lassen. Dabei bemerkte er eine Veränderung in der Luft. Es roch vertraut; Nach einer großen Menge Wasser. Die Erleichterung ließ seine Pfoten kribbeln und auch wenn er nicht wusste, was das zu bedeuten hatte, so wusste er eins: Vertraut war gut. Es war etwas, auf das man sich verlassen konnte.
"Heh! Du dahinten", rief er und drehte seinen Kopf in die Richtung von Fremden Nummer zwei, "mach mal schneller, wir müssen uns ein wenig beeilen." Dann schaute er zu dem Dunklen, Nummer eins und nickte ihm aufgeregt zu. "Ich glaube wir sind bald da! Er wusste zwar nicht, wo genau "da" ist und was sie dort vorfinden würden, aber irgendetwas sagte ihm, dass es wirklich wichtig ist, schnell dorthin zu gelangen. Es blieb spannend.





02.03.2018 19:38 E-MAIL

You know nothing


Kevyesti



Name
Kevyesti
Alter
8 Jahre
Geschlecht
Rüde
Angst
Das Vergessen
Geruch
Morgentau
Groesse
87 Zentimeter



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Sumpf | Avan & Calean (& Hekate)



Er war außer Atem – mehr, als es ihm lieb war. Noch immer glaubte Kevyesti hinter sich das Knacken des Bodens zu vernehmen. Der Schreck fast in einen der dunklen Abgründe gefallen zu sein, saß ihm wohl noch immer in den Knochen. Also beschleunigte er, obwohl seine Lungen brannten und sein Herz unnatürlich schnell pumpte, noch einmal und rauschte den seltsamen Pfad entlang. Weg, nur weg. Weg vom Dunkel, weg von den Rissen im Boden. Und weg von den Gedanken an das Nichts in seinem Inneren. Wer war er? Wie war er hierhergekommen? Bevor er lange darüber nachdenken konnte, machte der Pfad eine leichte Biegung – und der grausträhnige Rüde bremste plötzlich ab und blieb irritiert stehen. Das Bild, das sich ihm bot, war mehr als seltsam. Vor sich sah er zwei Wölfe – ein Anblick der ihn zunächst einmal erfreute, denn es bedeutete immerhin, dass er nicht allein in dieser seltsamen Welt war. Doch was schwebte da vor ihnen her? Ein Licht so schien es, aber geformt wie eine Kugel. Und war das... ein Wolfskörper im Inneren? Ungläubig starrte der Wolf, der nun keinen Gedanken mehr an den Wald hinter sich verschwendete, auf das Licht und dann auf die beiden Wölfe. So richtig glücklich wirkten sie bei näherem Hinsehen nicht, dass er hier stand und sie beobachtete. Hatten sie womöglich diese Kugel geschaffen und die Wölfin dort eingesperrt? Würde er der nächste sein? Kevyestis Miene wurde ein wenig grimmig. Nun, das sollten sie wohl erst versuchen. Er würde sie schon in ihre Schranken weisen... wenn er wieder zu Atem gekommen war. Denn noch immer pumpte das Herz und der Atem kam stoßweise aus seinem weit geöffneten Fang. Und dann sprach einer der beiden.

Irritiert blinzelte Kevyesti, als der braune Wolf ihn aus der Ferne dazu aufforderte schneller zu machen. Ähm, was? Der andere sagte gar nichts, sondern ging einfach weiter. Was für eine Begrüßung. Der Wolf mit den grauen Strähnen runzelte die Stirn, sagte aber vorerst nichts, sondern folgte (wenn auch ein wenig widerwillig) der Anweisung des Braunen und setzte sich wieder in Bewegung, beschleunigte seine Schritte schließlich so weit, bis er zu den beiden Wölfen aufgeschlossen hatte. Gerade noch hörte er, wie der Braune etwas davon sagte, dass man wohl bald da sei. „Ähm, Verzeihung aber wo sollen wir bald sein? Und warum lauft ihr dieser Kugel nach? Was macht die Wölfin dadrin?“ Es musste Kevyesti anzumerken sein, dass er sehr sehr viele Fragen hatte – und dass dies noch nicht das Ende dessen war, was er wissen wollte. Der Rüde hielt sich eine halbe Länge hinter den beiden, damit er zur Not die Flucht nach hinten antreten konnte, falls die beiden Rüden hier doch dafür verantwortlich waren, dass die Fähe in diesem Licht gefangen war. Womöglich war das eine Falle und er die nächste Beute. Kevyesti konnte sich zwar keineswegs vorstellen, warum zwei Wölfe einen anderen gefangen nehmen und in einer Lichtkugel umherschweben lassen sollten, aber er konnte sich ja an nichts erinnern - nicht an seinen Namen, nicht an seine Herkunft, nicht an seine Erlebnisse oder überhaupt irgendetwas. Deshalb war es wohl besser zunächst einmal herauszufinden, was diese beiden hier wussten. Das würde ihn auch von den Gedanken über seine nicht vorhandene Vergangenheit ablenken – bevor ihn das Dunkel des Vergessens wieder von innen erfasste.

09.03.2018 13:06

You know nothing


Die Herrin



Name
Die Herrin
Alter
Unendlich
Angst
Keine
Geruch
Furcht
Groesse
Unendlich



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Spielleitung für Merliyon



Törichtiges Fellpack. Sollten sie denn wirklich so dumm sein? Die Herrin sah alles. Die Herrin wusste alles. Und so entging ihr natürlich auch nicht, dass dieses kleine braue Etwas, welches sie freundlicherweise in ihre Welt geholt hatte, einen Schritt zurück machte. Zurück! Anstatt ihre freundlich ausgestreckte Pfote alias Energiesphäre zu ergreifen, machte dieser törichte Wolf so etwas. Wut flammte in ihr auf und so fackelte die Herrin erneut nicht lange. Mit einem zischenden Geräusch, teilte sich die Sphäre in der die gefangene Vulture noch zappelte, schoss auf den Welpen zu und fing ihn ein. Nun war auch >b>Merliyon gefangen, doch diesmal würde sie nicht mehr zögern. Ruckartig erhob sich die Energiekugel samt Wolf hoch in die Luft und schoss davon. An diesem dummen Wolf würde sie ein Exempel statuieren. Über den Wald und den See wurde Merliyon in rasender Geschwindigkeit getragen, bis es plötzlich wieder abwärts ging und die Sphäre erst kurz vor dem Boden ruckartig stoppte. Mitten vor das zornige Gesicht der Herrin und die überraschten Blicke von Rêva, Nahira und Rha.

MERLIYON Ortswechsel -> von Hyera & Heavan zu Rêva, Nahira, Rha & der Herrin

Spielleitung für Grnth (betrifft die Gruppe Hrocca, Simca, Lysca & Vexen)



Auch dieser andere Wolf versuchte einen Rückzieher zu machen. Wild rannte Grnth drauflos, stolperte immer wieder in seiner unnötigen Eile. Was für ein dummer Versuch. Auch hier begann sich die Sphäre, die sich um Melba geschlossen hatte, zu teilen. In einem Wimpernschlag hatte sie den türmenden Wolf eingeholt und ebenfalls in die Lüfte erhoben. Grnth strampelte und zappelte, doch die Kraft löste sich bei jeder erneuten Kollision mit seinem Gefängnis immer weiter ins nichts aus. Schnell verwandelte sich sein energisches Bestreben in ein hilfloses Jammern und Heulen. Doch diese Kugel schloss sich Melbas gemächlichem Tempo an. Vielleicht würden ja zwei Gefangene den anderen Wölfen Beine machen.





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Want to play a game?
——————— better keep your mind clear ———————


19.03.2018 17:48 E-MAIL

You know nothing


Trish



Name
Trish?
Alter
2
Geschlecht
Männlich
Angst
Schlangen
Geruch
Salbei
Groesse
80 cm



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TRISH || AM SEE

Abseits vom Geschehen, vielleicht ein paar Meter entfernt, lag ein bewegungsloser Körper im Dickicht, der langsam aber sicher zum Leben erwachte. Der junge Rüde wusste nicht wie ihm geschehen war, aber er musste wie ein bedauernswertes Häufchen Elend aussehen, so wie er da kauerte, mit eingekniffener Rute und angelegten Ohren, das Weiße blitzte in seinen Augen. Der Wolf blinzelte er in den wabernden Nebel und versuchte sich zu orientieren. Seine Gedanken schossen wirr durch den pochenden Schädel. Was war das für ein seltsamer, beängstigender Ort? Die fremden Gerüche und Geräusche ließen ihn orientierungslos zurück, der Jungwolf fühlte sich klein, wie ein von seiner Mutter verlassener Welpe. Verunsichert suchte der rotbraungraue Wolf nach irgendwas, was ihm Halt geben konnte. Er schnupperte in die Luft, ohne dabei den Versuch zu unternehmen, sich aus dem Dickicht zu erheben. "Wasser! Ich rieche Wasser!" erst jetzt bemerkte der namenlose Wolf, wie durstig er eigentlich war... Doch er konnte sich dem Verlangen noch nicht hingeben. Etwas sagte ihm, dass hinter dem Nebel etwas lauerte, irgendwas gefährliches. Stimmen anderer Wölfe drangen in seine empfindlichen Ohren, doch ihre Worte konnte er nicht verstehen. Es gab ihm Hoffnung und Kraft, zu wissen, dass er nicht so alleine war, wie er zu Anfang vermutet hatte.

"Wer... wer bin ich eigentlich?" fragte er der Namenlose in Gedanken. "Warum fühle ich mich so fremd in meiner Haut?" überlegte er. Ein komischer Geruch bedeckte sein Fell vollkommen, aber irgendwie kam ihm dieser Geruch doch bekannt vor... "So riecht ein Kraut, ich weiß leider nicht mehr wie es heißt" erinnerte er sich. "So wie ich mich auch nicht mehr erinnern kann, wie ich heiße. Hatte ich überhaupt jemals einen Namen? Ja, ich denke schon...". Der Wolf ging in Gedanken verschiedene Silben durch, Wortkombinationen, in der Hoffnung, dass sich der neblige Schleier in seinem Kopf dadurch vielleicht lichten könnte, doch es war vergebens.

Der Jungwolf fröstelte, unwillkürlich zog er seine Pfoten näher an seinen Körper. Er hatte immer noch Durst. Er überlegte hin und her, ob er vielleicht einfach aufstehen sollte, aus dem schützenden Dickicht heraus, um die Welt zu erkunden, die sich ihm so völlig entfremdet hatte. Neugierde flammte in ihm auf, doch sie loderte noch nicht. Wie eine unsichere Kerzenflamme im Wind wankte seine Neugierde, wurde kleiner, wurde größer, drohte jeden Moment zu erlöschen. Es kribbelte den Jungwolf in den Pfoten endlich das Geheimnis dieses Ortes zu lüften, gleichzeitig umkrallte eine eisige schwarze Klaue sein pochendes Herz und hielt ihn zurück.

"Ich kann nicht ewig hier liegen und nichts tun!"
beschloss der Rüde schließlich.
Mit dieser Entscheidung richtete er sich zu seiner vollen Größe auf und trat aus dem Gestrüpp.
Verwirrt und vernebelt wie der Namenlose noch war, hatte er von dem Geschehen um sich nicht wirklich etwas mitbekommen.

22.03.2018 19:43 E-MAIL

You know nothing


Simca



Name
Simca
Alter
4 Jahre
Geschlecht
Fähe
Angst
Bedeutungslosigkeit
Geruch
Heideblüten
Groesse
72 cm



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See | Lysca, Vexen



Sie hatte die Sphären nicht bemerkt, die über ihren Kopf hinweg schwebten, verzweifelte Wölfe über das Seebett transportierten. Sie hatte nach ihren Fähen gesehen. War noch zu blind durch die Wut auf den schwarzen Rüden. Die beiden Fähen folgten ihr das Ufer hinauf als Simca wartete. Sie sah auf die beiden Wildfarbenen. Sie waren ihr in dieser kurzen Zeit schon Begleiterinnen geworden. Und das obwohl sie Simca zu Anfang mehr Last als alles andere gewesen waren. Aber mit einem Mal fühlte sie sich verantwortlich. Besonders jetzt, hier. In Angesicht dieses Wesens. Sie hätte es wahrscheinlich nicht freiwillig zugegeben, aber als die Fliederduftende zart aber bestimmt verkündete, sie wolle bei ihr und Moos bleiben, da wurde Simca warm ums Herz vor Dankbarkeit. Sie hätte auch nicht sagen können, weshalb ihr diese Geste so das Herz wärmte. Sie nickte mit einem sanften Lächeln zu der Jüngsten unter ihnen. Schenkte ihr einen warmen Blick. Sah dann zu Moos als wollte sie sagen: „Pass gut auf sie auf“.

Doch dann wurde ihr Blick abgelenkt. Von dem Jungwolf der bei dem dunklen Rüden gewesen war. Er war Simca bisher kaum aufgefallen. Aber mit einem Mal schien er in Panik zu geraten. Und diese Panik lag in der Luft. Simcas Kopf fuhr herum und mit alarmiert aufgestellten Ohren beobachtete sie wie der kleine Braune zu jammern begann und dann direkt Richtung Wald zu rennen begann. Er versuchte zu fliehen. In den Wald der trotz der dunklen Prophezeiungen noch immer stand. Aber er kam gar nicht so weit. Mit einem Mal erschien eine Blase in der Luft… Anders hätte Simca es nicht beschreiben können. Und sie legte sich einnehmend um den Welpen, bevor sie ihn weit in die Luft zu tragen begann. Simcas Maul öffnete sich einen Augenblick vor Fassungslosigkeit. Sie sah in die Höhe, sah zu diesem unmöglichen Phänomen für das sie keinen Namen kannte. Und sie sah die panisch geweiteten Augen des Wolfes als er in die Höhe getragen wurde und in Richtung See verschwand. Simcas Blick folgte ihm bis zum See. Verharrte bei der wabernden Silhouette über dem leeren Becken. Sie spürte die Angst in sich aufziehen wie kaltes Eiswasser. Und mit einem Mal wurde ihr eines klar. Sie würden nicht in Richtung Wald gelangen. Mühsam löste sie ihren Blick, sah nachdenklich zu den dunklen Bäumen. Spielte kurz unsicher mit den Ohren, verlagerte das Gewicht. Ihre Stirn lag ernst da als sie versuchte die Risiken abzuwägen.

Und sie konnte kaum glauben was sie da sagte als sie schluckte und dann ihren beiden Begleiterinnen leise zusprach: „Moos? Flieder? Ich fürchte wir können nicht zurück.“ Ihre Worte hörten sich in ihren eigenen Ohren wie ein Todesurteil an. Und es war das Letzte was sie den beiden jungen Fähen vermitteln wollte, aber auch ihr lief die Angst kalt den Rücken hinunter, dass es schwer wurde, die standhafte Haltung zu bewahren, die sie trug. Aber die beiden Fähen konnten jetzt nicht noch jemanden gebrauchen, der hier in Panik oder Sarkasmus verfiel, ermahnte sie sich. Ihnen wurde von diesem Wesen dort im See keine Wahl gelassen? Das bedeutete nichts gutes. Aber Simca würde diesen Weg mit Stolz gehen. Und wenn es das Letzte war, was sie tat. Nur um ihre beiden Fähen tat es ihr Leid. Aber sie kannte dieses Land nicht. Sie hätte sie nicht anders zu retten gewusst. Was wenn diese Blasen sie ergriffen? Ihnen jeden Willen nahmen? „Folgt ihr mir wenn wir es wagen? Ich kann euch nicht sagen, was dort im See auf uns warten wird. Aber ich sehe keinen Ausweg mehr. Wenn diese Blasen selbst das Ufer heimsuchen.“, sagte sie ernst und leise an Moos und Flieder gewandt. Sie sah ihnen konzentriert entgegen. Nun kam es darauf an wie sehr sie ihr vertrauten. Aber Simca hätte selbst nicht sagen können, wie sehr sie sich vertraute. Und das war es was ihr am meisten Angst bereitete. Nur durfte sie diese nicht an die Oberfläche lassen. Nicht der beiden Fähen willen. Und ihr Anblick gab ihr die nötige Stärke dazu. Der eine Gedanke war real: du bist nicht allein.






not just be seen. i wanted to be significant.


27.03.2018 13:32 E-MAIL

You know nothing


Lysca



Name
Lysca
Alter
etwa zwei Jahre
Geschlecht
Fähe {weiblich}
Angst
Gefangenschaft
Geruch
Regenfeuchtes Moos
Groesse
68 CM



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Es war die wildfarbene Jungwölfin, die den Fokus der Grauen endgültig von dem dunklen Rüden wegzog. Nicht streiten. Sie sah in weiche, braune Augen, senkte den Fang, um ihn der Jungwölfin beruhigend einen Moment gegen die Schulter zu pressen. Es war ohnehin gleichgültig. Die Fähe, die der Dunkle so abschätzend behandelt hatte, hatte längst das Weite gesucht. Und die Wildfarbene hatte ganz recht, es war nicht der richtige Zeitpunkt für Auseinandersetzungen. Sie hatten andere, drängendere Probleme. Wieder hob die Jungwölfin zu Worten an, verkündete, dass sie bei ihnen bleiben würde. Die Graue öffnete etwas den Fang, ihre Lefzen verzogen sich zu einem weichen Lächeln. Ihr Blick glitt einen Moment hinüber zu der hellen Wölfin mit dem Geruch nach Heideblüten. Konnte in deren gelblichen Augen die eigene Gefühlswelt wiederspiegeln sehen und noch mehr. Da lag Verantwortung. Verantwortung, die auch die Graue mit einem Mal drückend zu spüren begann. Es gab mit einem Mal mehr als das eigene Leben, dass sie in ihre Entscheidungen als Größe einfließen lassen durften. Da war etwas Bedeutsameres. Die Verantwortung für diese junge Seele. Ein Hauch Unsicherheit und Angst überkam die Graue. Doch die Festigkeit in den Augen der älteren Fähe ließen diese zaghaft davonschmelzen. Sie würden das schaffen. Zu dritt würden sie das schaffen.

Und so schnell wie dieser Moment gekommen war, so schnell war er auch vorüber. Die Erkenntnis blieb dennoch, als die Graue den Fang aus dem Fell der Wilfbarbenen hob und ihre Augen einer plötzlichen Bewegung folgten. Der Jungwolf, der den Dunklen begleitet hatte und dessen Fell die selbe Farbe trug, begann mit einem Mal in Panik zu verfallen. Die Graue konnte es mehr riechen, als dass sie es sah. Schwer und einnehmend hing der Geruch seiner Angst in der Luft, als er mit einem Mal zu rennen begann. Hin Richtung Wald, trotz des fremden, warnenden Gefühls, dass sie davon abbringen wollte. Und doch hatte sie bis eben noch gemeint den Wald, diesen merkwürdigen Ereignissen am See vorzuziehen. Die Freiheit vor einer ungewissen ‚Sicherheit‘, in welche diese Stimme sie locken wollte, wie die Fliegen vom Harz gelockt wurden. Doch der kleine Schwarzpelz erreichte den Wald nicht. Eine Art Kugel umschloss ihn mit einen Mal riss ihn in die Luft, wie keine gewöhnliche Kraft das vermocht hätte. Die Graue wusste das instinktiv. Trotz der fehlenden Erinnerung. Aber das hier, das war wider die Natur. Unwirklich und beängstigend. Die Blase trug die kleine Gestalt des Wolfes Richtung See. Unsicher legte die Graue die Ohren flach an den Schädel an. Duckte sich, während ihre Augen noch immer den gefangenen Jungwolf verfolgten. Ihre Lefzen zuckten über die blanken Zähne. Es war die Stimme von der, mit dem Geruch nach Heideblüte, welche die Graue erstmals wieder den Blick von dem grausamen Schauspiel abwenden ließ. Es gab kein Zurück… Nicht nach dem, was sie eben gesehen hatten. Die Graue nickte zustimmend. Versuchte nicht daran zu denken, welche Konsequenzen das hatte. Sie waren gefangen, eingeschlossen. Der Ring wurde enger um sie geschlossen. Einen Moment kam es der Grauen vor, als würden auch ihre Atemzüge immer dünner. Panik umschloss ihr Herz schmerzhaft.

Die Helle sprach weiter. Erst erreichten ihre Worte die Jüngere nur aus weiter Ferne, doch es half sich auf deren Inhalt zu konzentrieren. Es lenkte von dem Gefühl des Gefangenwerdens ab und dämmte dadurch auch die Panik ein wenig. Der Blick der Grauen zuckte unsicher von einer Seite zur anderen, fand schließlich Halt in den gelben Augen der Weißgrauen. Tief atmete sie aus, dann: „Ja, ich werde dir folgen.“ Nur diese wenigen Worte. Mehr meinte sie nicht über die Lefzen zu bringen. Ihr Blick wanderte zu der Wildfarbenen. „Wirst du es auch?“, sprach sie dann. Nur wenn die Jungwölfin ebenfalls einverstanden war, würde die Graue diesen Weg einschlagen. Sie mussten sich alle für diesen Weg entscheiden – denn sie würden alle später die Konsequenzen dafür tragen müssen.





15.04.2018 09:51 E-MAIL
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