DEVILS PLAYGROUND

CHAOTIC DUO

REMEMBER EVERYTHING

UNKNOWN PATHS

Alle Erinnerungen sind fort. Wir sind nur mehr Schatten unserer selbst in einem Land, das niemand von uns kennt. In dieser Welt beherrscht die Herrin alles. Nichts scheint ihren Hunger nach Unterhaltung stillen zu können. Nichts, außer uns. In diesem grausamen neuen Leben, spielt sie mit unseren Gedanken, mit unserer Vergangenheit. Denn die Herrin weiß alles und sie scheut sich nicht davor, es zur ihrer Unterhaltung gegen uns einzusetzen. Wie sollen wir unser Leben zurückbekommen? Wie nur können wir aus diesem Alptraum entkommen? Storyline

Wir machen euren Vierbeinern das Leben schwer! Hyera und Rha.
Indistinct ist ein etwas anderes Wolfs-Rollenspiel. Ihr benötigt bei uns nicht mehr als einen Namen und einige wichtige Charakterzüge, denn mehr weiß euer Wolf auch nicht. Wer euer Wolf ist, woher er kommt und was er erlebt hat, dies weiß nur die Herrin und in diesem Fall, die Spielleitung. Und genau dies ist einer der zentralen Spielpunkte bei Indistinct. Um euch als Spielern nicht einige Überraschungen vorweg zu nehmen, habt ihr bei uns nicht die Freiheit, euren Charakter komplett selbst zu gestalten. Stattdessen wächst euer Wissen mit ihm!
Tag 0: Endless Nightmare
Der Nebel ist nicht nur in die Köpfe eingedrungen. Wie eine undurchdringbare Wand verhüllt er die bewaldete Umgebung und macht es schwer, weiter als wenige Meter zu blicken. Die zahlreichen, nicht definierbaren Geräusche und Gerüche machen die Orientierung ebenfalls nicht unbedingt leichter. Dennoch drängt eine säuselnde Stimme in den Ohren zur Eile.

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You know nothing


Die Herrin



Name
Die Herrin
Alter
Unendlich
Angst
Keine
Geruch
Furcht
Groesse
Unendlich



Tag 0. Endless Nightmare | Zitat | Editieren | Melden       IP | ^



Alles hat sich verändert. In einer Sekunde. In einem einzigen Augenblick. Niemand hier kann sagen, wohin die Reise führen mag. Doch wo ist überhaupt hier? Wer bin eigentlich ich? Gedanken. Fragen die sich jeder einzelne stellt, die jedoch keiner zu beantworten vermag. Erde türmt sich unter den Pfoten, Laub raschelt an Ästen und Zweigen, während sanfte Windstöße an Körper und Geist rütteln. Die Umgebung ist genauso verschwommen wie der Geist. Nebel türmt sich zu allen Seiten auf und macht es unmöglich, sonderlich weit zu sehen. Als hätte sich das Land den verschleierten Erinnerungen angepasst. Nicht einmal ein Name ist ihnen geblieben. Fremde Gerüche erfüllen die Luft, Geräusche scheinen von allen Seiten zu kommen, doch nichts davon ist greifbar oder gar erkennbar.
Doch was gibt es für eine Alternative? Was gibt es für Möglichkeiten, wenn alles fort ist? Jede Erinnerung, jede Sicherheit? Ausgesetzt in einer fremden Welt bleibt doch nur die Flucht nach vorn. Stimmen säuseln in den Ohren, treiben voran. Ein unbekannter Klang, zu fein um wirklich etwas zu verstehen.

Die Herrin hat sie alle hierher gerufen. Doch noch weiß keine der verlorenen Seelen von ihrem grausamen Schicksal. Nur sie. Nur sie. Es wird sich zeigen, welche Herzen sich dieser neuen Prüfung für würdig erweisen. Wer wird bestehen? Wer untergehen und unter der Last des Unwissens zusammenbrechen?


Wir schreiben den Tag 0 dieses Alptraums. Der Nebel ist nicht nur in die Köpfe eingedrungen. Wie eine undurchdringbare Wand verhüllt er die bewaldete Umgebung und macht es schwer, weiter als wenige Meter zu blicken. Die zahlreichen, nicht definierbaren Geräusche und Gerüche machen die Orientierung ebenfalls nicht unbedingt leichter. Dennoch drängt eine säuselnde Stimme in den Ohren zur Eile.

Was wird geschehen? Werden die vereinzelten verlorenen Seelen zusammen finden? Werden sie sich mit ihrem neuen Schicksal anfreunden und was ist hier überhaupt los? Was ist dies für ein Ort?

Der Alptraum
Beginnt





————————————————» «————————————————
Want to play a game?
——————— better keep your mind clear ———————


21.08.2017 13:08 E-MAIL

You know nothing


Rha



Name
Rha
Alter
Schätzungsweise 3 Jahre
Geschlecht
Rüde
Angst
Mondlose Nächte
Geruch
Zitronengras
Groesse
87cm



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Nebeliger Wald | Allein



Feuchtigkeit. Kitzelnd bahnte sich der einzelne Tropfen eine Spur über die Stirn des Wolfes, fuhr durch das stachelige Stirnfell, in einer Abwärtsbewegung, die erst endete, als die dunkle Nase erreicht, das Ende gekommen ist. Durch die sanfte Bewegung geweckt, regt sichte sich der Vierbeiner, wobei die leichte Erschütterung und das leise Stöhnen dafür sorgte, dass der Tropfen zurück zu seinen Brüdern und Schwester ins taufeuchte Gras fiel. Geräuschlos. Ungesehen. Doch er hatte seine Aufgabe erfüllt, der Wolf, welcher nun blinzelnd versuchte die verhangenen Augen zu öffnen, war wach. Auf dem Bauch ruhend, alle Viere von sich gestreckt, kam Bewegung in den rötlichbraunen Rüden. Der verschwommene Blick war nervig, jedoch nicht hinderlich in seinem Versuch, wankend auf seine Pfoten zu kommen. Viel schlimmer jedoch war das Brummen in seinem Kopf und die klagende Leere. Was zum? Ruckartig, schneller als es sein Körper zulassen wollte, fuhr das System des Vierbeiners wieder hoch, ließ ihn auf die Läufe schnellen und leicht wanken, bevor sein Organismus zu seinem eisernen Willen aufzuschließen vermochte.
Heftig blinzelnd versuchte der Rüde, die Schärfe in seinen Blick zurückzuführen, damit er seine Umgebung eingehender wahrnehmen konnte. Es dauerte länger als ihm lieb war, doch schließlich nahm er die waldigen Konturen und den wabernden weißen Nebel war, der ihn nicht viel weiter als einige lausige Meter blicken ließ. Während er alles nach einem Hauch des Erkennens durchsuchte und kläglich daran scheiterte, stand er bewegungslos da. Die Starre in seinem Kopf weitete sich auf seine Glieder aus, während er beinahe schon manisch nach irgendetwas suchte, was ihm helfen konnte. So hilflos zu sein lag ihm einfach nicht.
Doch da war nichts. Gar nichts. Sein Geist war wie leergefegt. Was war dies für ein Ort? Wie war er hierhergekommen und vor allen Dingen: Wer war er? Es schien, als wären seine ganzen Erinnerungen irgendwie weggespült. Verschwunden in einem ewigen Nichts. Bangend versuchte sich der Wolf daran zu erinnern, ob er sich den Kopf irgendwo angeschlagen und somit vielleicht eine Amnesie hervorgerufen hatte, doch natürlich hatte er auch daran keine Erinnerung. Genauso wenig an seinen Namen, seine Heimat, seine Familie. Seine gesamte Existenz war in etwa so aufgeklärt, wie es dieser Nebel war. Ein frustriertes Knurren schlich durch seine Kehle und mündete in einem lauten Aufjaulen, welches er nur nach wenigen Sekunden wieder verschluckte. Irgendwas in ihm sagte ihm, dass er so etwas nicht machte.

“Und nun?“ Murmelte der Wolf in Mangel an Konversationspartnern zu sich selbst.

Doch zu seiner Überraschung schien es tatsächlich eine Antwort zu geben. Ein leises Wispern in seinem Kopf, so fern, dass es kaum greifbar war. Kurz zuckte er zusammen, als wäre dieses Ziehen zu viel für seine blank liegenden Nerven. Doch er zwang sich zur Ruhe, so, wie es ihm sein Instinkt gebot. Der nebelige Wald vor ihm machte einen wenig einladenden Eindruck, doch was blieb ihm übrig? Vielleicht würde er jemanden finden, der ihm sagen konnte, wo er sich hier befand… und was geschehen war.
Vor allem aber: Wer zur Hölle er überhaupt war!
Und so setzte der Buntpelz einen Schritt vor den Nächsten. Hinein in die nebeligen Untiefen dieses fremden Waldes.





Your head's a hurricane, it moves in waves
A perfect storm that keeps you wide awake

26.08.2017 00:30 E-MAIL

You know nothing


Hyera



Name
Hyera
Alter
5 Jahre
Geschlecht
Fähe
Angst
Verlust
Geruch
Lavendel
Groesse
76 cm



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Nebeliger Wald ++ alleine



Finsternis umringte sie. Eine Stimme versuchte durch ihr Unterbewusstsein zu dringen. Du lebst, wach auf, du lebst!, sagte die flüsternde Stimme. Es war seltsam - sie existierte, diese eine beliebige Wölfin, die nicht wusste wie es um sie geschah. Sie lag am Boden. Ein friedvoller aber auch trauriger Anblick. Der dichte Nebel machte den Blick in die Ferne nahezu unmöglich, aber noch traute die Fähe sich nicht ihre Lider zu öffnen und zu verstehen, was mit ihr geschah. All diese Gerüche waren so ... fremd. Das Gefühl von Bewusstsein war ebenso 'neu'. Was war geschehen? Der Erdboden war relativ feucht, wodurch er eher weich war. Die dunkle Wölfin kniff ihre Lider noch fester zusammen und kämpfte mit ihrer Angst wach zu werden. Ihr Herz klopfte - es war so laut! Denn nichts umgab sie, was nur ansatzweise irgendwelche Geräusche von sich gab. Es war nur Sie. Ihr Atem, ihr Herzschlag, ihr sanftes Winseln. Es kam Ihr vor wie eine Ewigkeit bis sie sich endlich entschied ihre Augen zu öffnen und dem Eindruck ihrer Umgebung nachzugeben. Ihre Augenlider blitzten auf. Nichts als Nebel und Waldboden. Die Dunkle schaute sich genau um, sie musste ihren Blick konzentrieren um überhaupt irgendwas zu erkennen. Sie konnte keine zwei Meter vor sich schauen so dicht legte sich der Nebel auf den moosbewachsenen und feuchten Waldboden. Die Wölfin neigte ihren Kopf hinunter zum Moos und schnupperte neugierig daran. Gesunde Neugier. Instinktiv stand die Fähe nun auf allen Vieren und führte ihre Nase auf dem Boden hin und her. Geleitet von diesen Gerüchen bewegte sie sich nun langsam vorwärts. Es war überraschenderweise angenehm. Doch konnte sie nicht so recht einschätzen wie es um Sie steht. Wie war sie hier gelandet? Und wo war sie vorher? 'Gab' es ein vorher überhaupt? Ihr Kopf füllte sich mit Fragen, deren Antworten so weit weg waren. Sie blickte hinunter, an ihrer fellbedeckten Brust vorbei, um dann schließlich auf ihre Pfoten zu starren.

Ein gleichgültiges "Hm.", entfliehte ihrer Kehle. Die werden wohl von Nutzen sein, dachte sie synchron.

Sie nahm all ihren Mut zusammen, erhob ihr Haupt und schaute gerade aus. Nun, der Nebel war immer noch da. Aber er war keine undurchdringliche Wand. Also kniff die Wölfin ihre Augen zusammen und bewegte sich mit Trotz durch den Nebel, vorsichtig und gefasst darauf, was ihr entgegen kam. Ihr Entschluss fiel schnell - alleine sein ist keine sonderliche tolle Situation. Wahllos stapfte sie durch den bemoosten und belaubten Waldboden in der Hoffnung auf etwas Lebendiges zu stoßen. Sei es auch nur ein Wurm, der sich durch die weiche Erde zwängte. Die Fähe sehnte sich nach Geräuschen. Sie würde wahnsinnig werden, nur weiter ihrem Herzen zu lauschen. Vielleicht hatte sie ja Glück.





×××××××××××××××××××××××××××××
If you have failed and fallen




as I have, and long to be forgiven
××××××××××××××××××××××××

26.08.2017 22:56 E-MAIL

You know nothing


Melba






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Nebeliger Wald | in der Nähe von Rha



Plötzlich war Leben - so schien es. Luft drang in die Lungenflügel, der Brustkorb stieg. Erst langsam dann immer schneller. Zumindest fühlte sie dies erst jetzt bewusst. Melba öffnete zum ersten Mal ihre Augen. Auf einen Schlag war so viel zu Begreifen - zu viel zu Begreifen. Die Fähe sprang auf und der eisblaue Blick suchte panisch die Umgebung ab. Aber nach was überhaupt? Ihr Herz klopfte so stark gegen ihre Brust, dass sie das Gefühl hatte würgen zu müssen. Ihr Hals war so trocken - jeder Schluck drohte in ihrer Luftrohre stecken zu bleiben. Die dünnen Läufe der Jägerin drehte sie um ihre eigene Achse, doch da war nicht viel zu sehen. Nichts was ihr auch nur Ansatzweise verriet was hier los war. Wo war sie? Plötzlich zuckte Melba zusammen. Wer war sie? Sie drückte ihren Kopf erst gegen ihre Brust und dann seitlich gegen ihre Schulter. Erst rechts, dann links. Überall war weiches Fell. An den meisten Stellen war es schwarz-grau Meliert, doch immer wieder unterbrochen durch fast glatte weiße Markierungen. Doch nichts schien vertraut - alles war fremd. Als wäre sie selbst eine Fremde. Kein bisschen schlauer blickte die Fähe wieder geradeaus. Nichts als Nebel und karges Holz. Um sie herum schien alles verschwommen, vage - wie ein Traum. Nichts war klar - nichts offensichtlich. Ihre Ohren zuckten immer wieder leicht als stetig fremde Geräusche in sie eindrangen. Sie versuchte ihnen zu lauschen, doch es war als würden die Geräusche unklarer werden desto mehr sie sich anstrengte aus ihnen etwas herauszuhören. Es ergab alles keinen Sinn.

Melba schluckte. Der trockene Hals schmerzte. Was blieb nun übrig? Die Eisäugige fasste einen Entschluss der sie nichtsdestotrotz einiges an Überwindung kostete. Mit vorsichtigen Schritten, fast schon wie ein neugeborenes Fohlen, bewegte sich die Fähe weiter, immer weiter in den Nebel hinein. Es war kein Instinkt, nein, vielmehr der Drang endlich Klarheit in ihre Situation zu schaffen. Hier stehen und sich wundern würde sie nicht weiterbringen. Oh, bestimmt nicht. Schritt für Schritt erkundete die Fähe die neue Umgebung, roch am feuchten Grund, beobachtete den schleichenden Nebel und die Bäume die sich zwar alle unterschieden aber doch irgendwie gleich waren. Ein Herzschlag und das Splitterherz blieb stehen. Da war ein Geruch der unterschied sich von all den anderen die gerade in der Fähe für Reizüberflutung sorgten. Er war frischer. Melba konnte spüren das dort etwas war, aber sie wagte es nicht auch nur einen Laut zu machen. Das eisblaue Augenpaar starrte gebannt auf die Nebelwand vor ihr. Ihre Lunge sog den Duft von Zitronengras an.

27.08.2017 18:13

You know nothing


Rha



Name
Rha
Alter
Schätzungsweise 3 Jahre
Geschlecht
Rüde
Angst
Mondlose Nächte
Geruch
Zitronengras
Groesse
87cm



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Nebeliger Wald | Melba



Mit jedem Schritt in dieses fremde Gebiet, schien das unwohle Gefühl in seinem Inneren heranzuwachsen. Wie ein Tumor der wuchs und wuchs um ihn am Ende zu verschlingen. Ohne dass er es sich selbst bewusst war, beschleunigten sich sein Atem und sein Tempo. Bald schon trabte er in einer raschen Schrittfolge durch den Wald, immer auf der Jagd nach irgendetwas, das knapp außerhalb seiner Reichweite zu schweben schien. Dumpf war er sich bewusst, dass dort ganz sicher nichts war und er vermutlich lediglich einem Hirngespinst hinterherjagte, doch alles war besser als unwissend herumzustehen. Die Züge zu einem verbissenen Ausdruck verzerrt, pflügte der Wolf weiter durch den Nebel. Er war ein Jäger der seine Beute nicht kannte, ein Sucher der kein Ziel in Sicht hatte. Doch immerhin war er am Leben…zumindest hoffte er das. Den Gedanken, dass dies alles hier nur ein aberwitziger und sinnloser Traum war, konnte er immerhin noch nicht ganz aus seinem Gedächtnis verbannen.
Erst als ein anderer Geruch ihn erreicht und sich die Nasenflügel unter einem leichten Zittern der Anstrengung weiteten, drosselte er das Tempo und ließ seinen Pfoten die kurze Pause, welche ihnen gebührte. Was war das? Apfel? Die Stirn gerunzelt, wanderte der Blick des Suchenden durch den Nebel, als würde er erwarten, im nächsten Monat den Ursprung dieses Geruchs offenbart zu bekommen. Fehlanzeige. Natürlich. Aber was positiv war: Er konnte immerhin den Geruch zuordnen. Er wusste, dass Äpfel Früchte waren, an Bäumen hingen und den Magen sättigten, wenn man gerade heran kam und nicht unbedingt Fleisch in der Nähe war. Sein Wissen war demnach also interessanterweise nicht verloren… nur eben… alles darum herum. Er wusste, was ein Apfel war, jedoch nicht, wer er selbst war. Insgesamt ergab das eine eindeutig sehr seltsame Position.

Doch bevor er diesen verstörenden Gedanken weiter nachgehen konnte, hatte sich sein Körper frontal auf Kollisionskurs begeben. Eben noch war er langsam dahin getrabt, das Augenmerk noch immer auf der aussichtslosen Suche nach Äpfeln, jetzt allerdings wurde er abrupt von einer Wand aus Fell und Knochen gestoppt. Die allerdings weniger massig war als er und somit von ihm beinahe um gemangelt wurde. Erschrocken und eine Spur breit verstört, machte der Vierbeiner einen Satz, stemmte die Pfoten gegen die dunkle Erde und hob die Rute an.

“Wer bist du“, hörte er sich aufbegehren, bevor er sein Gegenüber in all dem Nebel plötzlich besser erkennen konnte.

Eine Wölfin. Und sie roch nach… Äpfeln? Einen Sekundenbruchteil bedeckte ein verwirrtes Blinzeln seine Iriden, ehe er sich etwas entspannte. Hatte er denn wirklich gedacht, er wäre allein hier? Nun, im Grunde hast du vor wenigen Minuten noch gedacht es wäre ein Traum, rief er sich selbst zur Ordnung. Nur das sich diese Kollision viel zu real für einen Traum angefühlt hatte. Doch vielleicht vermochte sie ihm ja zu sagen wer er war und was mit seinem Kopf passiert war. Vielleicht kannte sie ihn ja. Hoffnung flammte in dem Wolf auf, der nicht einmal seinen Namen kannte. Doch er legte all sein hoffen in den Geruch von Äpfeln.





Your head's a hurricane, it moves in waves
A perfect storm that keeps you wide awake

27.08.2017 22:36 E-MAIL

You know nothing


Rêva



Name
Rêva
Alter
4 Jahre
Geschlecht
Fähe
Angst
Schmerz
Geruch
Zimt
Groesse
82 Zentimeter



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Nebeliger Wald | Hyera



Ein Atemzug, ein Blitz - und plötzlich war da wieder Leben; zähflüssiges, langsames, aber beständiges Leben. Noch etwas erschlagen öffnete die Schwarze die Augen und hob den Kopf, den sie auch sogleich schüttelte. Was zum Teufel war passiert? Ihre Erinnerungsspeicher war ... leer. Es gab nur das Hier und Jetzt, sonst nichts. Das erste, woran sie sich erinnerte, war der Moment, in dem das Leben wie ein Blitz wieder in sie gefahren war, und das war erst vor wenigen Sekunden passiert. Das ergab doch alles keinen Sinn. Ein unzufriedenes Brummen ertönte, ehe sie sich schwerfällig erhob und den dunklen Pelz schüttelte. Abermals nahm sie die Umgebung in sich auf, doch der Moment der Erkenntnis blieb aus. Die Wölfin hatte absolut keine Ahnung wo sie sich befand und der dichte Nebel machte die Sache nicht einfacher. Mit zusammengekniffenen Augen machte sie probehalber einen Schritt, was auch ganz gut zu funktionieren schien. Also stapfte sie ziellos in irgendeine Richtung durch das Unbekannte und spürte mit jedem weiteren Schritt, wie ihr Missmut wuchs. Prüfend in die Luft schnuppern hatte sie schon längst aufgegeben, denn egal, welche Duftnote sie auch erhaschte, sie konnte sie nicht so recht zuordnen. Anfangs hatte sie dieses unbestimmte Flüstern noch stehen bleiben lassen, doch nachdem nie etwas passiert war, hatte sie auch dem keine Beachtung mehr geschenkt. Das war doch zum Verrücktwerden. Nichts ergab einen Sinn, alles war seltsam leer und schal und besonders einladend wirkte der Wald auch nicht. Irgendwann setzte sich die Dunkle hin, um sich am Ohr zu kratzen, und blieb schlussendlich ein wenig verloren sitzen. Das Bild, das sich ihr bot, veränderte sich nicht: überall dichter Nebel, aus dem sich mit jedem Schritt Bäume schälten und undefinierbare Schatten verbarg. Sie hatte gerade die ganze Zeit ihrem Tod entgegen laufen können und es wäre ihr erst in dem Moment aufgefallen, in dem es zu spät gewesen wäre. Schöne Vorstellung.

Mit einem tiefen Seufzen erhob sich die Jägerin wieder und setzte ihren willkürlichen Weg fort. Es war ein bestimmter Geruch unter vielen, der ihre Aufmerksamkeit erregte und Ohren zum Zucken brachte. Eine Note, die seltsam deplatziert wirkte, weil sie so gar nichts mit der Eintönigkeit der anderen gemein hatte. Ihre Neugierde war geweckt, also steuerte die Fähe direkt auf den Träger des Geruchs zu. Dieser entpuppte sich schließlich als waschechter Wolf und ihre leichte Aufregung schlug in Enttäuschung um. Na toll, auch das noch ... Sie war sofort stehen geblieben und musterte nun die Fremde abschätzig, kein Wort verließ ihre Lefzen. Die Wölfin überlegte, ob sie nicht besser die Flucht ergreifen sollte, da ihr überhaupt nicht der Sinn nach Konversation stand, aber vermutlich hatte sie die Fremde bereits gerochen. Das Problem an dem Ganzen war einfach, dass es keinen Sinn machte, der Fremden Fragen zu stellen, denn woher sollte die wissen, wer sie schon war, wenn sie es selbst nicht wusste?





light up the torches and wake up the king

in for the kill


Roaming in numbers And chasing the scent, Circling in for the kill. And you are the winter, The long discontent. We won't stop till we've had our fill. We are the wolves.


28.08.2017 17:22 E-MAIL

You know nothing


Hekate






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Nebeliger Wald | allein



Wach auf. Wach auf. Wach...
Erschrocken sprang sie auf ihre Läufe, wankte, fiel in das nasse Laub und blickte sich um. Wie Wächter säumten die Bäume des Waldes diese Lichtung, doch verhüllte weißer, wabernder Nebel die Sicht. Sie schüttelte den Kopf, wodurch ein stechender Schmerz in ihrem Hirn einsetzte. Ein kurzes Jaulen aufgrund des plötzlichen Schmerzes konnte sie nicht unterdrücken. Langsam stand sie auf, machte testweise erst einen, dann einen zweiten Schritt. Geschwächt humpelte sie vorwärts, taumelte einige Male und fand erst nach einigen Minuten ein sicheres Gefühl auf ihren Beinen.
Ihr Geist wurde klarer mit jedem Schritt. Doch plötzlich wurde ihr bewusst, das da...nichts war. Wer war sie? Wo war sie? Was hatte das alles zu bedeuten?
Krampfhaft suchte sie in ihrer Erinnerung nach Anhaltspunkten. Doch sie konnte einfach nichts in Erfahrung bringen. Es war, als wäre ihr Gedächtnis leer, nicht vorhanden. Irgendetwas musste passiert sein. Aber was?
Langsam kroch sie durch den Wald, immer noch benommen und schwach. Ihr Kopf schmerzte und mit jedem Versuch zu denken wurde der Schmerz größer.
In alter Manier senkte sie die Nase auf den Boden und suchte nach Gerüchen, die ihr helfen mögen sich zu erinnern.
Doch auch das fiel ihr schwer. Sie konnte die Vielzahl an Gerüchen nicht einordnen, geschweige denn gaben sie ihr Erinnerungen.
Aus Angst fiepte sie leise. Allein in einem Wald, in diesem Nebel, ohne andere Wölfe...
Ihr Herz schlug wie wild. Angst übermannte sie. Was war hier los?

29.08.2017 15:43

You know nothing


Melba






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Nebeliger Wald | Rha



Die dunkle Fähe erstarrte als die unbekannte Gestalt, die sich langsam immer deutlicher aus dem Nebel formte, ihr immer näher kam. Der Duft wurde immer intensiver. Kurz bevor die Gestalt nur noch wenige Schwanzlängen von ihr entfernt war presste das Splitterherz ihre Augenlider fest zusammen. "Ist das ein Traum?" hauchte es sanft über ihre Lefzen - eher zu sich selbst, und wohl zu leise als dass die unbekannte Gestalt sie hören könnte. Plötzlich spürte sie einen unsanften Stoß gegen ihre Brust und die eisblauen Augen leuchteten ruckartig auf. Nein, das war kein Traum. Diese Berührung war real - ihr Herz fing erneut an in einem unkontrollierten Tempo zu schlagen. Melba machte einen Schritt zurück, ihre Ohren angelegt und ihre Zähne leicht entblößt. Nun hatte sie endlich einen guten Blick auf den Fremden. Das war er - das Zitronengras. Ein Wolf wie sie einer war. Ein Rüde.

Ihre Ohren schellten nach forme als er anfing zu sprechen. Wer ich bin? Ha. Die Eisäugige antwortete nicht sofort sondern begutachtete weiter den Unbekannten vor ihr. Er schien nicht gerade mehr Ahnung zu haben als sie - nein, zumindest trat er hier nicht als der Hüter dieses verwunschenen Waldes auf. Aber der Schein könnte auch trügen.
Melba öffnete ihre Schnauze um zu antworten, doch aus ihrer Kehle kam nur ein krächzender Laut. Schnell verstummte sie wieder und räusperte sich stark. Könnte ihr Gegenüber durch Fell hindurchsehen würde er wohl ihr vor Scham errötetes Gesicht sehen. Sie hatte ja noch keinen Mucks von sich gegeben - und ihr Hals war so verdammt trocken. Die Fähe schluckte.

"Uh...mein Name ist Melba." antworte sie schließlich. Melba. Keine Sekunde hatte sie über diesen Namen nachgedacht. War das überhaupt ihr Name? Wenn ja, wieso konnte sie sich an ihn, aber sonst an nichts erinnern? Wieso war gerade dieser, jener Name so tief in ihrer Erinnerung verankert. "Ich weiß nicht wer ich bin." fügte sie schließlich hinzu. Ihre Stimme wurde etwas leiser, aber dadurch nicht unbedingt weniger selbstsicher. Ja, sie klang ziemlich selbstsicher - für jemanden der keine Ahnung hatte was hier los war.

29.08.2017 19:59

You know nothing


Rha



Name
Rha
Alter
Schätzungsweise 3 Jahre
Geschlecht
Rüde
Angst
Mondlose Nächte
Geruch
Zitronengras
Groesse
87cm



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Nebeliger Wald | Melba



Mit jeder Sekunde die verstrich, mit jedem Herzschlag den sie nicht antwortete, verstrich seine Hoffnung. Ihm blieb nichts weiter über, als starr auf der Stelle zu stehen und abzuwarten, was ihm, wie er merkte, gar nicht mal so schwer viel. Tatsächlich gab es ihm die Gelegenheit die Fähe aufmerksam zu mustern und zu analysieren, sodass sich nicht nur ihr Duft nach Äpfeln in seinen Kopf einbrannte, sondern auch ihre Erscheinung und ihre Haltung. Allerdings konnte der Wolf nur hoffen, dass diese Erinnerungen nicht ebenso verschwinden würden, wie die, die davor dagewesen sein mussten.
Als sie schließlich ein abgehacktes Krächzen von sich gab, lehnte der Vierbeiner verwirrt den Kopf schräg. “Ja?“, entfloh es seiner Kehle, ehe er sich eines Besseren belehren konnte. Das war vermutlich unhöflich…ja sogar ziemlich taktlos. Vermutlich war sie einfach nur durstig und müde und noch dazu offenkundig überrascht. Sie würde Wasser brauchen. Bald.
Doch im nächsten Augenblick ließ sie mit ihrer Stimme erneut die Hoffnung in seiner Brust aufflammen. Melba? Sie hatte also einen Namen? Sie wusste wer sie war? Sie wusste was all das zu bedeuten hatte? So schnell wie das Feuer hochgekocht war, so schnell verstummte es wieder, als sie weiter sprach und eine Welle Eiswasser mit sich zog. Sie wusste nicht wer sie war. Klasse.

Beinahe schon resigniert ließ sich der Wolf auf die Hinterläufe nieder. Diesmal war er es, der eine Zeit lang schwieg und ihr damit irgendeiner Art von Antwort schuldig wurde. Auch wenn Melba ihn im Grunde nichts gefragt hatte.

“Tja“, gab er schließlich wieder und erhob sich auf seine Läufe, ohne ihren Blick zu streifen, “Dann wären wir wohl schon zu zweit.“ Ganz bewusst wich er weiterhin ihrem Blick aus. Stattdessen starrte er in den Nebel und versuchte den besten Weg zu erraten. Dem Säuseln der Stimme und das Kribbeln in seinen Pfoten würde er nicht mehr lange standhalten können. Schließlich setzte er sich in Bewegung, mitten hinein in den Nebel, beinahe so, als würde er tatsächlich den Weg kennen. Was natürlich völliger Quatsch war. “Lass uns Wasser suchen gehen.“





Your head's a hurricane, it moves in waves
A perfect storm that keeps you wide awake

29.08.2017 22:07 E-MAIL

You know nothing


Hyera



Name
Hyera
Alter
5 Jahre
Geschlecht
Fähe
Angst
Verlust
Geruch
Lavendel
Groesse
76 cm



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Nebeliger Wald | RÊVA



Hyera's Marsch durch den dichten Nebel war von wenig Erfolg gekrönt. Es war nur noch ziemlich deprimierend ohne Ziel, und vor allem auch ohne Plan durch die Gegend zu streunen und nicht einmal zu wissen wer man selbst eigentlich war. Die dunkle Fähe blieb stehen. Die Situation war ihr ein wenig zu viel und sie wusste nicht so recht damit umzugehen, plötzlich im Nirgendwo zu landen und sich selber nicht zu kennen. Wenn etwas passieren würde? Könne sie schnell genug wegrennen? Oder sich gar wehren? Die Wölfin kannte ihre körperlichen Stärken oder Schwächen nicht. Sie war enttäuscht darüber, das der Körper in dem sie steckte sie eventuell komplett im Stich lassen könnte. Ein Seufzer verließ ihrer dunklen Schnute - was wäre wenn? Doch, was wäre das was bei dem wenn? Hyera begann sich bereits selber zu verwirren. Der Nebel war bereits in ihrem Kopf eingedrungen, kein gutes Zeichen. Sie musste sich von den Gedanken lösen, somit schüttelte sie ihr Haupt und kniff kurz ihre Augen zusammen. Sobald sie sie wieder öffnete, stand eine fremde Gestalt vor ihr. War das ... ein Wolf? Um Gottes Willen, ja! Hyera's Rute zeigte deutlich, das sie ziemlich darüber erfreut war endlich etwas Lebendiges vor sich zu sehen.

Ein "Oh", entfloh der Fähe. Sie hatte für einen Moment die Kontrolle über sich verloren. Schnell faste sie sich wieder um diesem neuen Gesicht zu zeigen, wie Willkommen es doch war.

"Ich, ehm.. weißt du wo wir sind?", stotterte sie. Eigentlich wollte sie sich freundlicherweise ihrem Gegenüber vorstellen, aber ihr war ihr Name entfallen. Ha, witzig. Sie kannte ihn nicht mal. Hyera empfand es dann als klug sich doch lieber danach zu erkundigen, wo sie gelandet war. Für einen Augenblick war sie sich allerdings nicht mehr so sicher ob die andere Wölfin überhaupt einen Schimmer hatte. Sie sah jedenfalls auf den zweiten Blick keinesfalls darüber erfreut zu sein Hyera zu sehen. Die Fähe musterte sie andere Dunkle, die gerade noch in ihrer Sichtweite stand ohne von dem Nebel verschluckt zu werden.
Ein Duft von Zimt schlängelte sich in die Nasenlöcher ihrer wohlgeformten Nase. Zimt?. Hyera blinzelte vor Verwunderung. Das war außergewöhnlich. Jedoch nicht so außergewöhnlich wie diese Begebenheit in der sie sich befand. Sie bangte und hoffte auf eine erklärende Antwort der anderen Fähe.





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If you have failed and fallen




as I have, and long to be forgiven
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29.08.2017 22:50 E-MAIL

You know nothing


Melba






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Nebeliger Wald | Rha



Immer noch peinlich berührt ignorierte die Eisäugige die spöttische Bemerkung des Rüden, und entgegnete ihm auf diese nur einen patzigen und empörten Blick. Er schien auf ihre Antwort hin - naja, eher auf ihr Eingeständnis, dass sie wohl ebenso keine Ahnung von Nichts hatte, so wie er - ziemlich resigniert. Eine Weile war es still und keiner der Wölfe sagte was. Melba starrte ihr Gegenüber weiter forscherisch an, ehe dieser sich wieder erhob und die Fähe aus ihrer Nachdenklichkeit erwachte. Mit erhobenen Augenbrauen (sofern Melba welche hätte) beobachte sie wie der Rüde die Umgebung begutachte, so als würde irgendwas in diesem ewig gleichen Wald den richtigen Weg deuten. Das Splitterherz atmete tief aus.

"Bestimmt keine schlechte Idee." entgegnete sie schließlich auf des Rüden Vorschlag hin, der für Melbas Geschmack allerdings etwas zu sehr nach Kommando klang, und setzte sich vorsichtig in Bewegung. Noch war ihr der Rüde nicht ganz geheuer, aber Wasser klang in ihren Ohren erstmal zu verlockend. Oh ja, mit dieser staubtrockenen Kehle konnte sie keine Sekunde länger klar denken. Vermutlich lief sie gerade in die Fänge eines wahnsinnigen Waldmörders. Egal. Solange sie sich einen kalten Schluck Wasser genehmigen konnte ehe der Rüde sie abmurkste.

"Warte Zitronengras! Kannst du dich etwa nicht an deinen Namen erinnern?" fragte sie energisch als sie den Rüden einholte aber einige Sicherheitszentimeter hinter ihm Abstand hielt. "Weißt du gar nichts?" fügte Melba noch an, in ihrem Ton schwang etwas Ernüchterung mit, die sie gar nicht erst versuchte zu verstecken. Diese Begegnung machte sie kein bisschen schlauer - und das war eine herbe Enttäuschung. Aber vielleicht war es gar nicht so schlecht, jetzt wo sie nicht länger alleine planlos war. Zwei Hirne sind bekanntlich schlauer als eines.

29.08.2017 22:51

You know nothing


Rha



Name
Rha
Alter
Schätzungsweise 3 Jahre
Geschlecht
Rüde
Angst
Mondlose Nächte
Geruch
Zitronengras
Groesse
87cm



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Nebeliger Wald | Melba



Er hatte nicht unbedingt erwartet, dass sie ihm bedenkenlos folgte, trotzdem hörte er, wie sie sich unweit von ihm durch den Nebel bewegte. Vermutlich trieb einen diese neue Situation einfach dazu. Er selbst hatte ja auch keine Ahnung, ob er nicht eigentlich eine Gefahr für sie war. Doch er fühlte sich nicht so. Was er in diesem Moment in sich spüren konnte, war lediglich eine stille Resignation über ihre vertrackte Situation, eine deutliche Neugier auf die Welt um ihn herum und eine gewisse Besorgnis um Melba, welche er aber nicht recht in Worte fassen konnte. “Du hast doch Durst, oder nicht? Ich habe gemerkt wie schwer dir das Schlucken fiel.“ Versuchte er seine Idee zu erklären. Der Wolf hatte keine Ahnung, woher dieser Impuls kam, wo er doch eigentlich eher das Gefühl gehabt hatte, sich lieber nur auf sich selbst zu verlassen, bis er mehr herausgefunden hatte. Doch für den Moment war es irgendwie…anders. Er konnte es nicht benennen. Wieder einmal.

Wieder in Schweigen verfallend stampfte der Rüde weiter. Das sandige Braun seiner Pfoten wurde mit jedem Schritt durch den Nebel feuchter, doch das hatte alles eher wenig mit der Destination ihrer Erkundung zutun. Das war einfach nur diese verdammte Umgebung und kein See oder Fluss, oder auch nur Bach der sich vor ihnen auftat. Bis ihre Stimme ihn mitsamt Körper einholte und seine Ohren dazu verleitete sich nach hinten zu drehen.
“Nein“, war die sachliche Antwort. Klar und ohne den geringsten Zweifel. Seine Schritte verlangsamten sich etwas, bis er neben ihr lief. “Ich weiß, dass ich ein Wolf bin, wie du auch. Das dies offensichtlich ein Wald ist, wir auf der Erde laufen und über uns der Himmel ist. Ich kann deinen Geruch identifizieren, genauso wie du den meinen. Auch wenn ihr keinerlei Ahnung habe, woher ich diese Informationen habe, genauso wenig, wie ich die geringste Ahnung über meine eigene Existenz habe.“ Er wusste, dass in seiner Stimme kaum etwas mitschwang, außer dem leichten Hauch der Unzufriedenheit, die ihn schon die ganze Zeit belastete. “Ich weiß, dass ich etwas dagegen tun muss, oder eben lerne damit zu leben.“ Er schnipste mit den Ohren, wobei ihm auffiel, dass er die Spitze des einen nicht fühlte. Ein Umstand, dem er nachgehen musste, sobald er einen See gefunden hatte um sein Spiegelbild zu prüfen. “Wenn du mir unbedingt einen Namen geben möchtest, nenn mich Rha.“ Rha. Dieser laute Ausruf in seinem Kopf, der seine Stimmung untermalte. Nichts weiter, als ein grimmiger Aufschrei seiner Unzufriedenheit. Passte doch sehr gut auf diese Situation, oder nicht? Für ihn bedeutete es in diesem Moment nichts weiter. Sein wahrer Name, war ganz offensichtlich wie alle andere Teile seines bisherigen Lebens verpufft. Und dieser hier würde seine Aufgabe schon erfüllen. “Wir müssen jedenfalls hier weg.“ Fügte er an. Das sagte ihm dieses drängeln in seinem Kopf. Er hoffte nur, dass dieses Drängeln sie auch dorthin brachte, wohin er es wollte, nämlich zu irgendeiner Form von Gewässer. Und damit zog der Wolf das Tempo wieder an.





Your head's a hurricane, it moves in waves
A perfect storm that keeps you wide awake

29.08.2017 23:41 E-MAIL

You know nothing


Rêva



Name
Rêva
Alter
4 Jahre
Geschlecht
Fähe
Angst
Schmerz
Geruch
Zimt
Groesse
82 Zentimeter



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Nebeliger Wald | Hyera



Andere hätten sich vermutlich über das überraschte Oh der Fremden amüsiert. Die Fähe war aber nicht andere, daher wuchs stattdessen ihre Ungeduld und ihre Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. Sie unterdrückte ein resigniertes Seufzen und scharrte kurz über den Boden, ehe sie prüfend in der Luft schnupperte und den Blick schweifen ließ. Lavendel, schoss es ihr plötzlich durch den Kopf und für einen Moment brachte sie diese Erkenntnis aus dem Konzept. Die Dunkle wusste nichts, überhaupt nicht, weder wer sie war, noch wie sie hieß, woher sie kam und wo sie sich verdammt noch mal befand. Aber Lavendel, das konnte sie zuordnen? Es wurde immer verrückter, was ihrer Laune allerdings nicht gerade zuträglich war. Als die Fremde dann auch noch ihre Unwissenheit zwischen den Zeilen hervorbrachte, fiel ihre Laune ins Bodenlose.

"Na großartig", murrte die Schwarze. Das hatte gerade noch gefehlt. War sie also nicht die Einzige, die ohne Gedächtnis irgendwo im Nirgendwo aufgewacht war, oder war das einfach nur ein dummer Zufall und die Fremde hatte kurz zuvor eine über die Rübe bekommen? Eigentlich wollte sie das gar nicht rausfinden.
"Nein, weiß ich nicht", entgegnete sie knapp und ließ ihre missgünstigen Augen einen Moment abwartend auf der Unbekannten ruhen.
Das war dumm und ihrer Zeit nicht wert. Sie spürte die Unruhe, die wieder durch ihre Läufe kribbelte, wandte sich wortlos ab und verschwand im dichten Nebel. Es war der Fähe ehrlich gesagt herzlich egal, dass sie die andere somit sprichwörtlich im Regen – in dem Fall wohl eher Nebel – stehen ließ. Unwillkürlich fragte sie sich, ob sie schon immer so … herzlos und distanziert war, oder ob sie davor vielleicht eine völlig andere Wölfin gewesen war. Oder gab es davor überhaupt gar nicht und sie war erst mit dem ersten Atemzug, an den sie sich erinnern konnte, lebendig geworden? Ihre Gedanken drehten sich im Kreis, doch die Erinnerung gab nichts her. Das war über alle Maßen frustrierend und für den Moment fiel ihr auch keine zufriedenstellende Lösung ein. Die Fremde hatte auch eher planlos und durch den Wind gewirkt, die konnte ihr ihre Fragen bestimmt nicht beantworten. Und nun? Es blieb wohl kaum anderes übrig, als ziellos durch den Wald zu stapfen und zu hoffen, dem Tod nicht in die Fänge zu laufen. Welch‘ wunderbare Aussicht! …





light up the torches and wake up the king

in for the kill


Roaming in numbers And chasing the scent, Circling in for the kill. And you are the winter, The long discontent. We won't stop till we've had our fill. We are the wolves.


30.08.2017 11:52 E-MAIL

You know nothing


Melba






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Nebeliger Wald | Rha



"Dir entgeht auch nichts." antwortete die dunkle Fähe mit einem Hauch von Hohn in ihrem Tonfall - war aber kurz darauf selbst über ihre ausfallende Art überrascht. Vielleicht saß ihr noch das peinliches Krächzen von vorhin im Nacken. In einer normalen Situation hätte sie sich wohl für dieses, eher untypische, Verhalten entschuldigt. Aber das war keine normale Situation. Oh, nein! Ihre Nerven lagen blank, und im Moment hatte sie keine Lust freundlich zu sein. Was soll's?

Schließlich fing der Rüde wieder an zu sprechen und Melba schenkte ihm ihre volle Aufmerksamkeit, auch wenn die vielen Worte die seine Lefzen verließen nur eines aussagten - Naja, nichts. Die Ohren der Dunklen fielen resigniert gegen ihren Nacken. Sie Beide waren also auf dem selben Stand der Dinge. Die Dunkle wusste nicht so recht was sie antworten sollte und beschloss deswegen einfach zu schweigen. Es war ein unangenehmes Schweigen, ehe der Rüde es erneut durchbrach und sich vorstellte. Oder so ähnlich. Melba hob ihre Schnauze und streckte sie dem Rüden neckisch entgegen. "Ach, ich hab kein Problem damit dich weiterhin Zitronengras zu nennen." witzelte sie. Fast wäre aus ihrer Kehle ein herzhaftes Lachen entkommen - es blieb aber wohl im Trockenen stecken. "Okay, Rha." wiederholte sie schließlich, gespielt ernsthaft, lies sich die Buchstaben auf der Zunge zergehen und wandte ihren nachdenklichen Blick nicht von dem giftgrünen Augenpaar des Rüden ab. "Ja - passt irgendwie."

Wieso aber konnte sich der Braune nicht an seinen Namen erinnern? Ein flaues Gefühl breitete sich in ihrer Magengegend aus. Melba. Vielleicht war das tatsächlich nicht ihr Name? Ja - wieso sollte sie eine Ausnahme sein? Wieso sollte gerade sie sich an ihren Namen erinnern, und er nicht? War dieser Name nur ein Hirngespinst? Die Eisäugige verstaute diesen Gedanken erstmal in eine der tieferen Ecken ihres Verstandes. Das wird etwas sein mit dem sie sich später befassen würde. Im Moment gab es wichtigere Fragen die es zu beantworten galt. Ja, und Wasser hatte derweil auch eine höhere Priorität.

"Versuchen wir einen Abhang oder ein Tal zu finden. Falls dieser Wald überhaupt den Gesetzen der Natur unterliegt, haben wir dort eine bessere Chance Wasser zu finden."

30.08.2017 12:59

You know nothing


Rha



Name
Rha
Alter
Schätzungsweise 3 Jahre
Geschlecht
Rüde
Angst
Mondlose Nächte
Geruch
Zitronengras
Groesse
87cm



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Nebeliger Wald -> See | Melba



Der Wolf, oder besser Rha, wie er sich soeben selbst getauft hatte, reagierte auf ihre höhnischen Worte mit einem kurzen Zucken der Schulterblätter. Er kannte sie nicht und in den Tiefen seiner charakterlichen Eigenarten hatte er eben so etwas wie Höflichkeit und Hilfsbereitschaft gefunden. Anscheinend empfand sie seine Umsicht aber nicht als diese, sondern als irgendeine Art, ihr ans Bein zu pissen. Sollte sie halt. Der Buntpelz hatte nicht unbedingt das Interesse daran, sich ihr weiter zu erklären, dies vermochte er ja nicht einmal sich selbst gegenüber.
Wenn es nach ihm ging, konnte sie ihn genauso gut auch Zitronengras nennen, auch wenn er etwas kürzeres bevorzugte, ja in dieser Hinsicht war Rha tatsächlich irgendwie ziemlich passend. Kurz und sachlich, ohne große Besonderheiten, so wie er es gern hatte.

“Aber auch eine bessere Chance darauf uns den Hals zu brechen“, fügte er bedenklich an, als sie ihre Idee kundtat. So oder so, bei all dem Nebel mussten sie genauestens aufpassen, wohin sie überhaupt traten. Apropo. Rha fokussierte seine Aufmerksam wieder nach vorn, versuchte wieder angestrengt durch den dichten Nebel zu spähen. Es schien ihm vorzukommen wie Stunden die sie hier herum irrten und zu seinem Ergebnis kamen. Langsam konnte er den leichten Geschmack von Ärger in seinem Fang vernehmen, doch Aufgeben kam nicht infrage.
Doch in dem Moment, als seine Schnauze ein genervtes Knurren von sich geben wollte, hielt der Rüde in seinen Bewegungen inne und runzelte die Stirn.

“Der Boden wird hier feuchter“, bemerkte er, während seine Pfoten schlieren in die Erde zog und der Grund leicht nachgab. Nun vorsichtiger jede Pfote vor die andere setzend, tastete sich Rha voran, bis seine Krallen plötzlich auf etwas Kühles, Feuchtes trafen. Wasser. Erleichtert stieß er die Luft aus und senkte den Kopf, um seine inzwischen ebenso trockene Kehle an dem kühlen Nass zu ergötzen. “Lass uns eine Weile hier rasten, bis der Nebel sich etwas lichtet.“ Schlug er mit einem Seitenblick auf seine Reisegefährtin vor. Rasten ja… doch wohin sollte er sich dann wenden? Es gab so viele Rätsel zu lösen und er hatte keinerlei Ahnung, wo er überhaupt anfangen sollte.

Spielinformation für ALLE



Tatsächlich hatten die beiden Wölfe einen kleinen See gefunden, dessen Ausmaße sie in all dem dichten Nebel jedoch nur erahnen konnten. Wie alles andere war kaum etwas an dem seicht abfallenden Ufer sichtbar, doch zumindest schien sich die Stimme zumindest in den Köpfen dieser beiden vorerst zurück zu halten. Nur um umso stärker in den Köpfen aller anderen zu erscheinen und deutlich lauter zur Eile zu drängeln.





Your head's a hurricane, it moves in waves
A perfect storm that keeps you wide awake

30.08.2017 22:31 E-MAIL

You know nothing


Merliyon



Name
Merliyon
Alter
6 Monate
Geschlecht
Rüde
Angst
dunklere Wolken
Geruch
Tannenharz
Groesse
45cm



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Nebeliger Wald | Hyera & Rêva



Bumm. Bumm. Bumm. Das stetige Geräusch drang wie durch eine Seifenblase an sein Ohr. Es war unablässig. Nicht aufzuhalten. Immer in Bewegung. Der Körper lag am Boden, seitlich. Merliyon. Ich bin Merliyon kein gefestigter Gedanke, kein Wissen sondern nur der Versuch in der Realität Fuß zu fassen. Blassgrüne Augen öffneten sich. Pfoten wurden langsam an den Körper gezogen, welcher dadurch empor gedrückt wurde. Erde, Staub und anderes fiel raschelnd aus seinem Pelz. Benommenheit wich und der junge Wolf nahm nun seine Umwelt gewissenhafter und freier wahr - sofern man das bei all dem Nebel so sagen konnte. An sich herab blickend, stellte er fest, dass wohl alles da war, wo es hingehörte. Er wusste es aber er würde niemandem erklären können, woher er das wusste und sonst nichts. Ein und Aus und Ein Atemzug folgte Atemzug und langsam setzte er eine Pfote vor, bereit, seinen jetzigen Standort zu verlassen.

Er setzte Pfote vor Pfote. Immer wieder. Aber irgendwie kam er nicht wirklich gut voran. Der Nebel nahm ihm die Sicht und jetzt merkte er, dass er wohl doch nicht so klar bei sich war, wie er gedacht hatte. Die Bewegungen wurden schwammiger, er spürte sich wanken wie die Blätter an den Bäumen. Hin und her und hin und her...

Merliyon kniff die Augen zusammen, torkelte auf unsicheren Pfoten vorwärts. Allerdings hatte sein blindes Gewackel auch ungeahnte Folgen. Es hätte ihm schon bei der ersten Wurzel klar sein müssen aber er dachte nicht nach.

Der Baum war böse, denn er stand ihm einfach im Weg. Das dachte er jedenfalls als sein Kopf ungehindert gegen das harte, knorrige Holz einer Buche krachte und den Halbstarken gefühlte 250m nach hinten katapultierte, während es in Wirklichkeit nicht mal 1m war. Er hockte vor dem Baum - die Welt aus den Angeln gehoben und sich drehend wie Schmetterlinge im Sturm. Sein Atem glich einem Stakkato ehe er begann zu winseln, das Heulen des Schmerzes, einem Klagelied gleich, drang aus seinem Fang, die Ohren an den schmerzenden Kopf gepresst.

Ob jemand in seiner Nähe war - darauf hatte er nicht geachtet.





30.08.2017 22:38 E-MAIL

You know nothing


Calean



Name
Calean
Alter
fünf Jahre
Geschlecht
männlich
Angst
Verlust
Geruch
Rauch
Groesse
84 cm



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Nebeliger Wald | Nahe Hekate



Der braune Rüde lag mitten auf dem Waldboden, völlig unbeweglich. Der Nebel hatte einen feuchten Film auf seinem Fell hinterlassen. Er atmete flach. Seine Augenlider zuckten, aber er verspürte keine Schmerzen. Das Erste was der braune Rüde wahrnahm, bevor er seine Augen öffnete, war Feuchtigkeit. Sie umgab ihn wie eine schwere Masse. Etwas hatte sich verändert. Er kann es wittern. Die Luft ist härter geworden, der Wind kühler. Ein Gefühl überkam ihn, flüchtig wie ein Déjà-vu von fallenden Federn und gleichzeitig drängend, als drückte etwas gegen seinen Kopf. Das Zweite war der Geruch. Es roch warm, weich und irgendwie..holzig. Der Duft kam ihm bekannt vor und doch konnte er ihn nicht benennen. Wie viele Stunden lag er schon hier, starr und unfähig sich zu bewegen? Wie war er hierher gekommen? Wer war er? Fragen über Fragen. Und dann kam der Schmerz. Anfangs unbemerkt, äußerte er sich nun in einem unangenehmen Pochen in seinem Kopf. Es pikste, stach und zwickte. Er hätte schreien können, wenn sein Kiefer nicht wie festgeklebt auf der Erde lag. Vorsichtig versuchte er sein rechtes Hinterbein zu bewegen, hielt die Augen aber weiterhin fest verschlossen, aus Angst sie würden aus ihren Höhlen fallen. Vielmehr jedoch fürchtete er sich vor dem, was sich um ihn herum befand. Was wenn die Welt eine ganz andere war? Es fühlte sich anders an. Etwas fühlte sich anders an.

Ein dicker Tropfen Nässe platschte ihm auf die dunkle Nase und er öffnete schwungvoll seine goldenen Augen. Nichts passierte. Sie fielen ihm weder raus noch war er blind. Oder ist er vorher blind gewesen und konnte nun sehen? Der Braune versuchte sich zu erinnern. Aber da war nichts. Gähnende Leere. Nicht weit entfernt nahm er Bewegung war. Etwas Weißes huschte unruhig hin und her. Der Rüde entschied sich dafür, sich einfach tot zu stellen.





31.08.2017 12:31 E-MAIL

You know nothing


Hekate






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Nebeliger Wald | Calean



Panik breitete sich in ihr aus. Zuerst dröhnte die Stimme in ihrem Kopf stärker und stärker. Dann setzte ein unbeschreiblicher Antrieb ein, der sie auf ihren schwachen Läufen durch den Wald jagten. Ihre Zunge hing aus ihrem Maul und sie atmete schwer. Das Herz in ihrer Brust trommelte, bumm, bumm, bumm und sie hetzte vorwärts. Plötzlich verfing sich ihr rechter Vorderlauf an einer Wurzel und sie fiel nach vorn.
Vor Schmerz jaulte sie auf, versuchte aufzustehen, aber es gelang ihr nicht in ihrer Angst auf die Pfoten zu kommen.
Als sie sich umsah, nahm sie eine Silhouette war. Auf einmal wurde sie ganz still und schnupperte in die nebelverhangene Luft.
Freund oder Feind? fragte sie sich. Sie blieb ganz still sitzen und versuchte sich zu erinnern. Wer war hier? War sie also nicht allein?
Das sie nicht die Einzige hier war schaffte ihr etwas Hoffnung. Aber sie kannte den anderen Wolf nicht. Hätte sie irgendeine Erinnerung...hätte sie nur einen Anhaltspunkt...wüsste sie wer das ist...
Anstatt das sie dieser Gedanke beruhigte (denn sie hasste es allein zu sein), wurde aus ihrer Angst immer stärkere Panik.
Ein erneutes Jaulen kam aus ihrem Fang und sie setzte sich langsam auf. Ein pochender Schmerz war in ihrem rechten Bein und sie wusste, sollte der andere Wolf ihr feindlich gesinnt sein, dass sie nicht schnell genug fliehen konnte.
Sie verharrte. Schnupperte weiterhin, versuchte etwas zu sehen.

"Wer...bist du?" fragte sie leise, unklar ob der andere Wolf dies hören konnte.

Angst vor dem Alleinsein...und Angst vor diesem Fremden.

Was war schlimmer?

31.08.2017 14:44

You know nothing


Melba






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See | Rha



"Solange ich kopfüber ins Wasser falle..." murmelte Melba zurück und folgte dem Rüden etwas widerwillig durch den Nebel. Wasser zu finden erwies sich schwieriger als gedacht, schlussendlich entdeckten die beiden Wölfe einen See der sich wie eine Oase aus dem grauen Schleier erhob.

Melba nickte nur energisch als Rha vorschlug hier eine Weile zu rasten und stemmte sich sogleich gegen den feuchten Boden und senkte ihren Kopf um das Wasser erstmal einem Geruchstest zu unterziehen. Es schien ganz normales Wasser zu sein, doch die Umstände machten sie etwas argwöhnisch. Aber das war wohl ein Gefühl an welches sie sich noch gewöhnen müsste. Schließlich gewann der Durst die Überhand und die Fähe ringte sich durch einen kräftigen Schluck zu machen. Das Splitterherz schloss die Augen und aus ihrer Kehle entkam ein zufriedenes Seufzen - die Freude über den entdeckten See hielt allerdings nicht besonders lange. Jetzt wo sie ihr erstes Ziel erreicht haben schwebte große Ungewissheit über ihren Köpfen. Die Eisäugige setzte sich unweit von Rha auf den matschigen Boden und starrte hinaus auf den See. Aus ihrem Blickwinkel schien der See in einer Nebelwand zu verschwinden und seine Ausmaße ließen sich nur erahnen. Vermutlich war er ebenso endlos wie dieser Wald selbst. Dieser kurze Moment der Ruhe brachte erneut alle die Fragen und Gedanken in ihrem Kopf zum brodeln. Und nun? Nervös fing sie an die Erde unter ihren Läufen mit ihren Krallen aufzugraben und blickte ihren Begleiter zaghaft an. Am Liebsten würde sie ihre Ängste und Sorgen mit dem fremden Rüden teilen, doch ihr Stolz lies das nicht zu - außerdem wusste sie immer noch nicht ob sie dem Braunen trauen konnte.

"Glaubst du da draußen gibt es noch mehr wie uns?" warf die Fähe schließlich in den Raum und durchbrach damit die anhaltende Stille zwischen den beiden Wölfen.

01.09.2017 12:03

You know nothing


Hrocca



Name
Hrocca
Alter
4 Jahre
Geschlecht
Rüde
Angst
Feuer
Geruch
Asche
Groesse
85 cm



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Nebeliger Wald | Grnth




Fern vom Glück, verbrannt in Schatten
Ertrunken in düstren Gedächtnisgrotten


Er schlief nicht. Er war wach - hatte die Augen geschlossen - und schärfte seine Sinne. Seine Umgebung war so still geworden wie seine gleichmäßigen Atemzüge. Nur ab und zu zuckten seine Ohren, aber dies war auch das einzige Signal was der Rüde von sich gab. Sonst hätte man ihn auch für eine Statue halten können. Völlig regungslos lag er auf dem feuchten Untergrund. Die Nässe kroch ihm langsam ins Fell und sein Nasenrücken kräuselte sich leicht, als ein Wassertropfen sich den Weg durch sein Fell gebahnt hatte und ihm nun die kostbare Ruhe raubte. Zaghaft öffnete der Rüde die Lider, schielte für einen kurzen Augenblick auf den Tropfen, der es sich anmaste auf seiner Nase zu landen. Dann füllten sich seine Lungen mit Sauerstoff. Die Zunge klebte wie altes Leder an seinem Gaumen – hart und ausgetrocknet wie ein nutzloser, verkommener Lappen und in der Kehle brannte der Durst. Mit einem kehligen Stöhnen quälte er seine Augen komplett auf, blinzelte, mit verklärten, blassen Blick umher.

Wie auf ein geheimes Zeichen entschied sich dann doch das warme Blut durch seine Venen zu strömen, als er sich schwankend auf die Läufe erhob. Sein Kopf baumelte herab und er verharrte in dieser Haltung. Ein dumpfes Dröhnen, anhaltend vibrierend übte Druck auf seine Schläfen aus und während er nachdenklich auf seiner Zunge kaute, malte er sich träumerisch aus wie befreiend es doch wäre, würde sein Hirn endlich platzen und Ruhe geben. Ihm wurde es nicht sofort bewusst, aber die Erkenntnis hielt Einzug in sein Gehirn und trat mit jedem Atemzug tiefer vor. Er hob den Kopf, die Schmerzen über diese Bewegung, unbekümmert ignorierend.

Komm..

Da war es wieder, dieses Flüstern, das ihn nun schon verfolgte, seit er zum ersten mal realisiert hatte, dass er sich im wachem Zustand befand. Es malträtierte sein Gehirn aufs schlimmste. Er mallte es sich nun schon aus, wie es wäre ohne jenes durch die Welt zu laufen. Er hätte kein Problem damit dumm durch die Gegend zu stolpern. Er würde es akzeptieren, wie schon so vieles. Es war alles vorherbestimmt, ob sie leben oder starben lag nicht in seiner Hand. Es war der Wille der Obrigkeiten, die sich darüber herzhaft ergözten, wen sie heute auf die Schippe nahmen. Das nannte man wohl Schicksal. Entweder du fügst dich ihm oder du... Ja was eigentlich? Mit dieser und vielen anderen Fragen im Kopf, ging Hrocca erst bedächtig auf und ab, nur um sich dann für eine Richtung zu entscheiden um diesem Weg folgen zu können. Schritt für Schritt schleppte sich sein Körper dahin, zu viele Fragen nahmen seinen Verstand in Beschlag, sodass er sich gar nicht so richtig auf seine Pfotenschritte konzentrieren konnte. Es machte ihm nichts aus plötzlich seine Pfote ins Leere tappen zu fühlen, er würde nicht schreien, sollte er einen Abhang hinabstürzen. Hrocca schloss sogar die Augen um sich ganz seinen Gedanken widmen zu können. Es wäre ihm egal jetzt zu sterben, obwohl ihn es doch reizte nur noch ein bisschen länger auf diesem Weg zu wandern. Es gab noch so vieles zu entdecken, sofern der Nebel dies zuließ. Es musste noch so viel aufgeklärt werden, es war wirklich eine peinliche Angelegenheit nicht zu wissen wo man war, was man hier sollte und WER man verflucht nochmal war! Diese Ahnungslosigkeit versetzte dem Schwarzen einen Stich ins Herz, es schmerze sich an nichts erinnern zu können und nicht einmal zu wissen an was überhaupt. Gab es ein vorher überhaupt? Oder war dies und alles andere auch nur ein Hirngespinst was er sich einbildete. Der Nebel schien wirklich auch in seinen Kopf vorgedrungen zu sein. Er wusste wirklich nichts mehr und dies frustrierte ihn auf eine Weise die er nicht erklären konnte. Eigentlich sollte es ihm egal sein, er war doch sowieso nur ein unbedeutendes Wesen auf dieser großen weiten Welt, falls diese Gegend der Wirklichkeit entsprach. Sein Name war ihm wichtig, so dachte er zumindest, deshalb befand er es an der Zeit sich einen neuen zu überlegen. Aber alleine machte dies doch keinen Spaß! Er würde sich jetzt einen Kameraden suchen gehen, mit dem er lustige Spitznamen sich überlegen konnte. Ja das würde er jetzt tun!

Mit mehr Hoffnung als Verstand, beschleunigte Hrocca nun seine Schritte und machte sogar einen Freundensprung, ja er war wirklich begierig darauf zu erfahren, ob er denn ein anderes Wesen in diesem Nebelwald hier finden könnte. Und hoffentlich war es ihm freundlich gesinnt. Hoffentlich war jenes überhaupt real und entsprach nicht einer Halluzination, die er sich diesem feuchten Nebel zu verdanken hatte.
Seine Pfoten trugen ihm im schnellem Schritt durch den Nebel hindurch. Manches mal glitten sie auf dem feuchten Untergrund aus, doch dies sollte ihn nicht stören. Wollte er doch bloß sein Ziel erreichen, dieses ihm jedoch unbekannt war. Es erschien ihm lachhaft seinem Instinkt zu folgen und nach Gesellschaft ausschau zu halten. Aber alleine war es auch nicht besser. Der Schwarze wollte unbedingt einige Worte loswerden, er wollte sich mitteilen. Irgendwem, zumindest einem lebendigen Wesen, sei es auch ein kleines abgemagertes Nagetier. Aber der Nebe machte es unmöglich weiter als ein paar Meter zu sehen. Die dichte Wand aus weiß ließ es nicht zu, hatte sie doch diese Umgebung eingenommen. Einfach so für sich beansprucht.

Komm..

Da! War sie wieder und diesmal würde sie Hrocca nicht so einfach davonkommen lassen!

"HE! Jetzt mach mal Halblang. Ich beeil mich ja schon. Und du hast nichts besseres zu tun als zu nörgeln hm? Während ich mir hier die Haken ablaufe, hast du keine andere Idee als mich zur Eile zu drängen. Erklär mir mal lieber was hier los ist? Wo bin ich? Was ist das hier? Und wer bin ich denn überhaupt. Wenn du mir das sagen kannst, können wir weiterreden, okay?"

Der Rüde nahm womöglich gar nicht war, dass er da gerade mit sich selbst geredet hatte. So wirkte es zumindest auf Außenstehende. Und das was Hrocca gerade von sich gab, wirkte eher etwas verstörend und in erster Linie würde man diesen Rüden nicht mehr für ganz klar im Verstand halten. Aber was solls. Den Rüden kümmert es nicht, was andere von ihm halten mögen. Seine oberste Priorität setzte er nun erstmal daran jemanden oder zumindest irgendetwas zu finden, mit dem er reden konnte. Man sollte doch sein größtes Hobby nicht vernachlässigen, nicht wahr?

Nun war der Rüde so in seinen Gedanken versunken, dass er nicht den leichten Geruch des Sommerregens bemerkte der ihm um die Nase wehte.

Was bist du nur für ein Träumer!






ASCHESCHATTEN



KEIN WESEN KANN ZU NICHTS ZERFALLEN
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Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Hrocca am 02.09.2017 21:09.

02.09.2017 21:09 E-MAIL
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